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Mein Weg als Yogalehrerin

300h Yoga Teachertraining | bis April 2023

200h Hatha und Vinyasa Ausbildung | Yogamind 

Hands on Assists | Luna Schmidt

Aufbaumodul Yoga nach Kaiserschnitt | Valeria Almarales

Grundlagen des Beckenbodentraining Modul 1 | BEBO

Medical Yoga | Christiane Wolff

Pre & Postnatal Yoga und Yoga Nidra | Belinda Egli

Aerial Yoga | Aerial Flying Yoga 

Coaching im Yogaunterricht | Yoga2day

In den Yogaraum von Katharina eintreten, bedeutet für mich immer, zu mir zu kommen, Raum für mich zu haben und mich berühren zu lassen – mit ihrer warmherzigen, einfühlsamen Art und ihrer angenehmen Stimme führt sie durch ihre dynamischen, teils kraftvollen, teils tänzerischen Flows passend zu den jeweiligen Themen. Obwohl die Musik im Hintergrund spielt, spielt sie eine tragende Rolle und ist wohlüberlegt in die Sequenzen eingebaut. Mit ihrer humorvollen und offenen Art gelingt es Katharina, mich meine Grenzen spüren zu lassen und mir immer wieder das Gefühl zu geben, dass ich alles kann und nichts muss!

Yvonne

"Im Yoga erfahre ich einen Zustand, der sich richtig anfühlt"

Als ich vor etwa zehn Jahren mit Yoga begonnen habe, fühlte sich nichts richtig an. Zu dieser Zeit war ich als Ausgleich zum anstrengenden Bürojob oft unterwegs und machte die Nacht zum Tag. Wenn ich auf diese Zeit zurückblicke spüre ich, dass etwas gefehlt hat.

 

​Auf der Suche nach Glückseligkeit

​Beim Feiern und Tanzen habe ich versucht, eine Leere zu füllen. Wirklich gelungen ist mir das am Ende erst auf der Yogamatte.

Dabei war es rückblickend kein Zufall, dass ich beim Yoga gelandet bin. Die Themen Gesundheit, sich um sich selbst kümmern und Selbstheilung waren mir trotz ausschweifenden Nächten schon immer wichtig.

Alles begann mit der ersten Yogastunde bei Chantal Fattorelli. An diesem Abend durfte ich den Zustand von Yoga erfahren: das Gefühl von ankommen und richtig sein. Damals hätte ich nicht gedacht, dass ich mich Jahre später in diesem Raum wieder finden würde, um meine Ausbildung zu machen. Aber bis dahin war es noch ein langer Weg.

 

Von der Tanzfläche auf die Yogamatte

Immer mehr tauschte ich Feiern gegen Yoga. Das Wochenende verbrachte ich jetzt lieber in den Zürcher Yogastudios als in den Clubs der Stadt.

Ich lernte viele neue Yogastile und Unterrichtsarten kennen, besuchte Kirtan-Abende und spannende Workshops. Mir wurde klar, dass ich das gefunden habe, wonach ich unbewusst schon seit Jahren gesucht hatte.

Yoga hat mein Leben wortwörtlich auf den Kopf gestellt

Dass Yoga keine Wohlfühl-Praxis ist wurde mir schnell klar. Yoga kann unbequem sein. Denn man trifft auf Dinge, denen man manchmal lieber aus dem Weg gehen möchte. Das kann eine große Herausforderung sein. So war es bei mir im Jahr 2015.

Ich krempelte mein Leben komplett um, löste mich aus einer Beziehung, kündigte meinen Job und folgte meinem Wunsch, zu reisen.

Für mehrere Monate reiste ich durch Marokko und Asien. Ich übte währenddessen viel Yoga, besuchte Stunden bei zahlreichen Lehrern in verschiedenen Ländern und der Wunsch mehr zu lernen wurde immer grösser.

11 Tage schweigen und sitzen

Täglich beschäftigte ich mich mit Yoga und immer mehr auch mit Meditation. Bereits vor der Reise hatte ich den Gedanken, ein Meditationszentrum zu besuchen. Ich bin sehr froh, dass ich gegen Ende der Reise tatsächlich mutig genug war, um elf Tage ein buddhistisches Kloster im Norden Thailands aufzusuchen.

 

Klosteralltag von morgens bis Abend

Zum Sonnenaufgang aufstehen, meditieren, essen, meditieren, essen, meditieren, putzen, meditieren und schlafen. Der Tag im Kloster war komplett durchgetaktet und ich gab mich der Sache hin. Auch wenn das bedeutete, dass während dieser Tage mein Rücken vom stundenlangen Sitzen und vom Schlafen auf einer dünnen Matte schmerzte.

 

Außerdem kämpfte ich jeden Nachmittag mit dem Hunger, weil die letzte Mahlzeit um 11.00 Uhr vormittags war.

Ganz ehrlich: Sich den ganzen Tag mit seinem Inneren zu beschäftigen, kann ganz schön anstrengend sein. Aber genau dazu ermutigt uns die Meditation: Anschauen, aushalten und annehmen. Am Ende fühlte ich mich sehr ruhig und klar im Geist und konnte mit dieser wertvollen Erfahrung in die Schweiz zurückkehren. Dafür bin ich dankbar.

Die eine Reise endete und eine Neue begann.

Dieser Trip hat vieles in meinem Leben verändert. Ich lernte auf der Reise meinen Freund kennen und zog zu ihm in den Aargau. Mein ganzes Erspartes ist für das Reisen draufgegangen und ich begann wieder zu arbeiten. Schnell war ich wieder gefangen im Trott von Arbeit und Alltag. Und trotzdem war der Wunsch, mein Wissen im Yoga weiter zu vertiefen ständig im Hintergrund da.

 

Der Schritt zur Yogalehrerin

Wie bei meiner ersten Yogastunde 2012 hat auch im 2018 das Schicksal wieder angeklopft: Meine erste Yogalehrerin Chantal hatte sich selbstständig gemacht und bot jetzt zusammen mit Sara Kokyo Wildi ein Teachertraining an. Für mich war klar, dass ich meine erste Yogaausbildung unbedingt bei ihnen machen wollte und meldete mich an.

Wie so viele wollte auch ich am Anfang eigentlich nicht unterrichten und nur mein Wissen vertiefen. Doch am Ende kam alles anders: Direkt nach der Ausbildung hüpfte ich ins kalte Wasser und bekam meine erste Anstellung in einem Yogastudio.

In den nächsten Jahren bildete ich mich ständig weiter. Hatha und Vinyasa Yoga ist meine Basis, mittlerweile unterrichte ich aber auch mit großer Freude Pre & Postnatal Yoga. Mir ist es wichtig, dass Yoga für alle zugänglich ist.

Wenn ich heute auf mein Leben von früher zurückblicke, kann ich es manchmal gar nicht glauben, welche Veränderungen eingetroffen sind. Yoga hat mir den Weg geebnet, um ein Leben in Zufriedenheit zu führen. Der letzte Schritt dorthin war, dass ich mich getraut habe, meinen Bürojob zu kündigen und hauptsächlich Yoga zu lehren.

Mittlerweile unterrichte ich mehrere Stunden in Aarau und Lenzburg.